DMARC einrichten
Die Reihenfolge Schritt für Schritt: Versandquellen, SPF, DKIM, p=none mit rua, dann verschärfen.
Kostenloser E-Mail-Check
Domain eingeben, vier Ampeln bekommen – mit Klartext, was der Befund heißt und was zu tun ist.
Nur passiv: öffentliche DNS-Einträge und ein Abruf der Startseite, wie ihn jeder Browser macht. Die Domain wird nicht gespeichert. Ohne Anmeldung.
Geprüft werden vier Dinge
SPF
Welche Server in deinem Namen senden dürfen – ein Eintrag, höchstens zehn DNS-Abfragen.
DKIM
Ob unter gängigen Selektoren ein Schlüssel für die Signatur deiner Mails liegt.
DMARC
Was mit gefälschten Mails passieren soll: nichts, Spam-Ordner oder abweisen.
Website-Header
HSTS, Content-Security-Policy, Schutz vor Einbettung, X-Content-Type-Options, Referrer-Policy.
SPF, DKIM und DMARC sind drei Einträge im DNS deiner Domain. Zusammen legen sie fest, wer E-Mails in deinem Namen verschicken darf und was mit einer Fälschung passieren soll. SPF nennt die Server, die senden dürfen. DKIM hängt an jede Mail eine Signatur, deren öffentlicher Schlüssel im DNS liegt. DMARC verbindet beides mit der Absenderadresse, die im Postfach sichtbar ist, und sagt empfangenden Servern, was sie mit einer Mail tun sollen, die keine der beiden Prüfungen besteht.
Fehlt DMARC oder steht es auf p=none, kann jeder Rechnungen mit deiner Absenderadresse
verschicken, ohne dass ein Empfänger die Anweisung bekommt, sie auszusortieren. Wie solches
E-Mail-Spoofing funktioniert und woran man eine gefälschte Mail im
Header erkennt, steht im eigenen Beitrag.
Grün heißt: vorhanden und wirksam. Gelb: vorhanden, aber mit einer Lücke. Rot: fehlt, oder so fehlerhaft, dass empfangende Server den Eintrag verwerfen. Grau: nicht prüfbar, weil ein Server nicht rechtzeitig geantwortet hat. Die vierte Zeile schaut auf die Website selbst: welche Sicherheits-Header die Startseite mitschickt.
So sieht ein Ergebnis mit vier grünen Ampeln aus, hier für bitinformer.com, eine meiner eigenen Domains. Auch dann steht unter jeder Ampel, was noch zu tun ist:

Der Check liest alle TXT-Einträge der Domain und zählt nur die, die mit v=spf1 beginnen – so
schreibt es RFC 7208 vor. Stehen dort zwei, werten empfangende Server keinen davon aus. Steht
v=spf1 mitten in einem Eintrag, wird er ignoriert; der Check meldet ihn trotzdem, weil
meist jemand etwas erlauben wollte, das jetzt nicht erlaubt ist.
Danach folgt er jedem include und redirect und zählt die DNS-Abfragen, die ein
Empfänger machen muss. Mehr als zehn sind nach RFC 7208 ein Fehler, und dann besteht auch eine echte Mail
die Prüfung nicht. Zum Schluss zählt, womit der Eintrag endet: -all und ~all sind
in Ordnung, ?all sagt nichts aus, +all erlaubt jedem Server der Welt das Senden.
Wie man einen Eintrag von Hand liest, steht in SPF-Eintrag erstellen und prüfen.
Ein DKIM-Schlüssel liegt unter <selector>._domainkey.<domain>, und den Selector
wählt der Mailanbieter frei. Es gibt keine DNS-Abfrage, die alle Selektoren einer Domain auflistet. Der
Check probiert deshalb 30 gängige Namen durch, darunter google, selector1,
selector2, default, k1 und s1.
Findet er nichts, heißt das nicht, dass es kein DKIM gibt. Deshalb ist diese Zeile ohne
Fund gelb und nie rot. Den eigenen Selector findest du im Quelltext einer Mail, die du verschickt hast:
in der Zeile DKIM-Signature steht er nach s=. Oben unter „DKIM-Selector angeben“
eingetragen, prüft der Check genau diesen.
Gelesen wird der Eintrag unter _dmarc.<domain>. Hat eine Subdomain keinen eigenen,
gilt nach RFC 7489 der Eintrag der übergeordneten Domain, und zwar mit sp=, wenn es
gesetzt ist. Mehrere DMARC-Einträge nebeneinander zählen wie keiner.
Grün ist p=quarantine oder p=reject für alle Mails. p=none ist gelb:
der Eintrag beobachtet nur. Ebenfalls gelb ist ein pct unter 100, weil die Richtlinie dann
nur für einen Teil der Mails gilt. Fehlt rua, bekommt niemand die Berichte, aus denen man
sieht, wer in deinem Namen sendet – das steht im Befund dabei. Die Schritte von p=none bis
reject stehen in DMARC einrichten: SPF, DKIM und der _dmarc-Eintrag.
Für die vierte Zeile ruft der Check einmal die Startseite über https auf, bei Bedarf zusätzlich mit
www. davor, und liest die Kopfzeilen der Antwort. Bewertet werden fünf: HSTS,
Content-Security-Policy, Schutz vor Einbettung (X-Frame-Options oder
frame-ancestors), X-Content-Type-Options und Referrer-Policy. Wie im
Security-Scan zählt der Wert, nicht das bloße Vorhandensein: ein HSTS
mit max-age=0 schützt nichts. Werte, die wirken, und die Fallen dabei stehen in
Security-Header und SEO.
Er liest nur, was ohnehin öffentlich ist: DNS-Einträge, die jeder Mailserver beim Empfang abfragt, und die Startseite, wie ein Browser sie lädt. Er baut keine Verbindung zu Mailservern auf, verschickt keine Testmail und testet keine Ports – dafür gibt es den Security-Scan. Ob ein Mailserver der Domain auf einer Spam-Blacklist steht, zeigt der Blacklist-Check.
Die Domain wird nicht gespeichert. Sie steht nur im Arbeitsspeicher der Prüffunktion, bis zu 15 Minuten lang, damit eine wiederholte Abfrage nicht neu rechnet. Gezählt wird nur, dass geprüft wurde, damit niemand den Check im Dauerlauf benutzt: ohne Konto sind es höchstens acht Prüfungen pro Stunde.
Dieselben Prüfungen habe ich im September und Oktober 2026 an 149 Tiroler Domains gemacht: die Hauptdomains aller 34 Tourismusverbände und 115 Betriebe, von der Zahnarztpraxis bis zum Hotel. DNS am 27. und 29.09.2026, die Header der 131 erreichbaren Startseiten am 03.10.2026, alles passiv über öffentliche Einträge. So würden die Ampeln stehen:
| Ampel | Befund | Domains |
|---|---|---|
| DMARC rot | kein Eintrag | 69 von 149 |
| DMARC gelb | p=none, nur beobachten | 65 von 149 |
| DMARC rot | zwei Einträge nebeneinander, zählt wie keiner | 1 von 149 |
| DMARC grün | p=quarantine oder p=reject | 14 von 149 |
| SPF rot | kein Eintrag | 14 von 149 |
| SPF rot | zwei Einträge mit v=spf1 | 2 von 149 |
| Header rot | keiner der fünf geprüften Header auf der Startseite | 48 von 131 |
| Header | Content-Security-Policy vorhanden | 16 von 131 |
135 von 149 Domains, also 91 %, würden bei DMARC rot oder gelb zeigen. Bei SPF ist das Bild besser: Nur 14 haben gar keinen Eintrag. Die Lücke liegt fast immer im letzten Schritt, der Richtlinie. Was die einzelnen Befunde für Tourismusbetriebe bedeuten, steht in E-Mail-Spoofing; genannt werden dort wie hier nur Summen.
Die Reihenfolge Schritt für Schritt: Versandquellen, SPF, DKIM, p=none mit rua, dann verschärfen.
Fehlt ein Eintrag oder ist er fehlerhaft: den richtigen zusammenklicken, kopieren und hier erneut prüfen.
SPF, DKIM und DMARC beim bestehenden Anbieter eingerichtet, schrittweise bis reject, mit vier Wochen Auswertung der Berichte. 390 € Endpreis.
Ja, ohne Anmeldung und ohne E-Mail-Adresse. Ohne Konto sind bis zu acht Prüfungen pro Stunde möglich.
Nein. Sie steht nur im Arbeitsspeicher der Prüffunktion, bis zu 15 Minuten lang; die Funktion schreibt sie weder in eine Datenbank noch in ein Protokoll. Für die Begrenzung pro Stunde und Tag wird gezählt, dass geprüft wurde – mit einem Prüfwert der IP-Adresse, ohne die Domain.
Weil der Name des Schlüssels, der Selector, frei wählbar ist und sich von außen nicht auflisten lässt. Der Check probiert 30 gängige Namen. Den eigenen findest du im Quelltext einer versendeten Mail in der Zeile DKIM-Signature nach s= – oben eingetragen, prüft der Check genau diesen.
Zum Einstieg ja, als Schutz nein. Mit p=none bekommt kein empfangender Server die Anweisung, gefälschte Mails auszusortieren. Sinnvoll ist p=none für ein paar Wochen mit rua, um in den Berichten alle eigenen Versandwege zu finden – danach quarantine und reject.
Weil RFC 7208 es so festlegt: Findet ein empfangender Server mehr als einen Eintrag, der mit v=spf1 beginnt, bricht er mit einem Fehler ab und wertet keinen davon aus. Mehrere Dienste gehören deshalb als include in einen gemeinsamen Eintrag.
Der Check liest nur, was ohnehin öffentlich ist: DNS-Einträge, die jeder Mailserver beim Empfang abfragt, und die Startseite, wie ein Browser sie lädt. Er testet keine Server aktiv und verschickt keine Mails.