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Illustration: Ein Karteikasten als DNS-Zone mit einer grün leuchtenden, halb herausgezogenen Karte, verbunden mit einem Browserfenster mit Siegel; daneben eine Sitemap-Rolle.
SEO

Google Search Console einrichten: Property, DNS, Sitemap

Von · · 9 Min. Lesezeit

Die Search Console ist der einzige Ort, an dem Google selbst sagt, was es mit deiner Website macht: welche Seiten im Index stehen, welche nicht und warum, bei welchen Suchanfragen sie erscheinen. Einrichten heißt vier Dinge: eine Property anlegen, die Inhaberschaft bestätigen, Mitarbeiter eintragen, die Sitemap einreichen. Mit Zugang zum DNS der Domain dauert das zehn Minuten. Bis die Berichte gefüllt sind, vergehen laut Google einige Tage.

Die Bestätigung ist kein einmaliger Schritt. Google prüft das Bestätigungsmerkmal regelmäßig nach. Fehlt es, kommt eine Benachrichtigung, und nach einer Kulanzfrist sind die Rechte weg. Wer den TXT-Eintrag nach dem grünen Haken als erledigt löscht, sperrt sich ein paar Wochen später selbst aus. Und verlieren alle bestätigten Inhaber den Zugriff, verlieren ihn laut Google auch alle Nutzer der Property.

Domain-Property oder URL-Präfix#

Beim Anlegen fragt die Search Console nach dem Typ. Die Wahl entscheidet, welche Adressen in den Berichten auftauchen.

In eigener Sache: Wer die Einrichtung abgeben oder wissen will, was die Berichte über die eigene Website sagen, bekommt bei cyberscale den SEO-Check mit Search-Console-Auswertung für 390 €.
Domain-PropertyURL-Präfix-Property
Eingabebeispiel.athttps://www.beispiel.at/
Umfangalle Subdomains, http und https, alle Pfadenur Adressen, die genau so beginnen, mit Protokoll
Bestätigungnur über einen DNS-EintragHTML-Datei, Meta-Tag, Google Analytics, Tag Manager oder DNS
Passt, wenndie Domain dir gehört und du ins DNS kommstdu keinen DNS-Zugang hast oder nur ein Unterverzeichnis betreust

Die URL-Präfix-Property ist wörtlich gemeint. https://beispiel.at/ sieht keine einzige Adresse unter https://www.beispiel.at/, und http:// ist wieder eine eigene Property. Der häufigste Fehler beim Einrichten ist eine Präfix-Property ohne www für eine Website, die auf www läuft. Die Berichte bleiben dann leer, obwohl alles funktioniert.

In eigener Sache: Bei meinen eigenen Domains stehen beide Typen nebeneinander. cyberscale.io (bis zum 10.10.2026 die Adresse dieser Website, seither www.cyberscale.dev) ist als URL-Präfix https://www.cyberscale.io/ eingetragen, elitegear.io als Domain-Property. Für die Skripte, mit denen ich den Indexstand über die API abfrage, heißen sie deshalb verschieden: https://www.cyberscale.io/ mit Schrägstrich am Ende und sc-domain:elitegear.io. Wer die Kennungen verwechselt, bekommt einen 403 und sucht den Fehler bei den Rechten. Neu einrichten würde ich beide als Domain-Property.

Bestätigen per TXT-Eintrag#

  1. Property anlegen. Oben links die Property-Auswahl öffnen, „Property hinzufügen“, im Feld „Domain“ beispiel.at eintragen, ohne https:// und ohne www.
  2. Wert kopieren. Die Search Console zeigt eine Zeile der Form google-site-verification=…. Die ganze Zeile ist der Wert, auch der Teil vor dem Gleichheitszeichen.
  3. Herausfinden, wer das DNS verwaltet. Das ist nicht unbedingt der Hoster der Website. Zuständig ist, wohin die Nameserver zeigen:

``bash dig +short NS beispiel.at ``

Unter Windows tut es nslookup -type=NS beispiel.at. Bei cyberscale.io lief die Website bei Netlify, die Nameserver lagen bei einem österreichischen Domain-Anbieter. Der Eintrag gehörte dorthin, ein TXT-Eintrag im Netlify-Konto wäre nie gelesen worden. 4. TXT-Eintrag anlegen. Name oder Host leer lassen oder @ eintragen, je nach Oberfläche des Anbieters. Der Wert ist die kopierte Zeile:

``dns @ TXT "google-site-verification=AbCdEf0123456789" ``

  1. Prüfen, ob er draußen ist. Bei einem öffentlichen Resolver nachfragen, nicht beim eigenen Router, der sich die alte Antwort merkt:

``bash dig @1.1.1.1 +short TXT beispiel.at ``

Steht die Zeile in der Antwort, in der Search Console auf „Bestätigen“ klicken. Steht sie noch nicht da, hilft Warten. Ein zweiter Eintrag mit demselben Wert hilft nicht.

Der neue Eintrag darf neben dem SPF-Eintrag stehen. Mehrere TXT-Einträge auf demselben Namen sind normal, nur zwei Einträge mit v=spf1 sind ein Fehler, warum, steht in SPF-Eintrag erstellen. So sieht es bei cyberscale.io aus: Abgefragt am 05.10.2026 liefert die Domain genau zwei TXT-Einträge, den Bestätigungs-Eintrag von Google und den SPF-Eintrag.

Einige DNS-Anbieter bekommen statt des TXT-Eintrags einen CNAME-Eintrag angeboten, der auf dv.googlehosted.com zeigt. Den nimmst du nur, wenn die Search Console ihn ausdrücklich vorschlägt.

Nutzer hinzufügen: Agentur ja, Inhaber nein#

Illustration: Zwei Ausweiskarten an einem Browserfenster: eine große mit grün leuchtendem Siegel, eine kleine graue an einem Clip, daneben eine Schere.

Andere Personen kommen über „Einstellungen“, „Nutzer und Berechtigungen“, „Nutzer hinzufügen“ dazu. Gebraucht wird die E-Mail-Adresse eines Google-Kontos, eintragen kann nur ein Inhaber. Google kennt vier Stufen:

RolleWas sie darfFür wen
Inhaber, bestätigtalles, auch Nutzer verwalten und Adressen aus der Suche entfernendu selbst
Inhaber, delegiertdasselbe, ohne eigenes Bestätigungsmerkmaleine Vertretung im eigenen Betrieb
Uneingeschränkter Nutzeralle Daten ansehen und bestimmte Maßnahmen ergreifenAgentur, SEO-Dienstleister
Eingeschränkter Nutzerdie meisten Daten ansehenwer nur Berichte lesen soll

Eine Property kann höchstens 100 Nutzer haben, die keine Inhaber sind. Für eine Agentur reicht „uneingeschränkt“. Als Inhaber könnte sie dich selbst entfernen, und ein bestätigter Inhaber mit eigenem Merkmal auf der Website hat seinen Zugang auch nach dem Austragen sofort wieder, solange das Merkmal dort steht. Hat ein früherer Dienstleister die Domain mit eigenem Meta-Tag oder eigener Datei bestätigt, gehört zum Abschied deshalb beides: den Nutzer entfernen und sein Merkmal von der Website löschen.

Ausgetragen wird in derselben Liste über das Drei-Punkte-Menü neben dem Namen, „Zugriffsrechte aufheben“. Meine Messskripte greifen übrigens über ein Dienstkonto zu, ein Google-Konto für Programme. Es steht mit seiner Adresse in der Nutzerliste wie ein Mensch und wird genauso wieder herausgenommen.

Sitemap einreichen#

Im Menü links „Sitemaps“, dann unter „Neue Sitemap hinzufügen“ die Adresse eintragen und „Senden“. Auch das darf nur ein Inhaber. Wer keiner ist, kann die Sitemap in der robots.txt nennen, die Google ebenfalls liest:

Sitemap: https://www.beispiel.at/sitemap.xml

Vorher die Adresse im Browser öffnen. Eine Sitemap muss XML liefern, mit Status 200, ohne Weiterleitung auf eine Anmeldeseite und ohne Sperre in der robots.txt. WordPress erzeugt seit Version 5.5 selbst eine unter /wp-sitemap.xml. Ein SEO-Plugin ersetzt sie oft durch eine eigene mit anderem Namen, dann gilt die des Plugins.

Danach steht in der Spalte „Status“ einer von drei Werten:

  • Erfolgreich: abgerufen und ohne Fehler gelesen.
  • Sitemap kann gelesen werden, enthält aber Fehler: teilweise gelesen. Die Details nennen die Zeilen, etwa ungültige Adressen, ein falsches Datumsformat oder Adressen einer anderen Domain, die unter dieser Property nicht zulässig sind.
  • Konnte nicht abgerufen werden: Google kam nicht an die Datei. Die üblichen Gründe sind ein 404, eine Sperre in der robots.txt, eine Weiterleitung, die irgendwo endet, oder eine HTML-Seite statt XML. Eine Sitemap darf höchstens 50 MB unkomprimiert oder 50.000 Adressen haben.

Eine leere Zeile beim Abruf ist nicht immer ein Fehler. Zwei Sitemaps von cyberscale.io, laut Search Console API am 05.10.2026 um 08:32 UTC:

Sitemapeingereicht (UTC)abgerufen (UTC)Fehler
sitemap.xml, 44 Adressen05.10.2026, 03:26:5805.10.2026, 03:27:280
sitemap-alt.xml04.10.2026, 14:02:56noch nicht0

Google schreibt, eingereichte Sitemaps würden normalerweise sofort verarbeitet. Die erste war nach 30 Sekunden gelesen. Die zweite, dieselbe Domain und dasselbe Format, stand 18 Stunden später noch als „nicht verarbeitet“ da. Solange kein Fehler gemeldet wird, ist Warten die richtige Reaktion.

Die API meldet für die 44 Adressen der ersten Sitemap übrigens „0 indexiert“. Das Feld ist laut Google veraltet und soll nicht benutzt werden. Wie viele Seiten wirklich im Index stehen, zeigt der Bericht „Seitenindexierung“ oder die URL-Prüfung, am selben Morgen waren es 2 der 44.

Property entfernen#

Unter „Einstellungen“ steht „Property entfernen“. Ein Nutzer entfernt die Property damit nur aus seiner eigenen Liste. Ein Inhaber kann sie auch aus der Liste anderer nehmen. Ist er der einzige Inhaber, verlieren alle anderen Nutzer den Zugriff. Der Nachrichtenverlauf bleibt gespeichert.

Zwei Dinge macht „Property entfernen“ nicht. Es beendet die Inhaberschaft nicht, solange das Bestätigungsmerkmal im DNS oder auf der Website steht. Dafür muss das Merkmal weg, und zwar nur das eigene, denn wer ein fremdes Merkmal löscht, nimmt dem anderen den Zugang. Und es nimmt keine einzige Seite aus der Google-Suche. Das geht über Statuscodes, noindex oder vorübergehend über das Werkzeug „Entfernen“.

Was nicht hilft#

Den TXT-Eintrag nach der Bestätigung löschen. Google prüft nach, der Zugang verfällt nach der Kulanzfrist.

Für jede Schreibweise eine eigene Präfix-Property anlegen, mit und ohne www, http und https. Das ergibt vier halbe Berichte. Eine Domain-Property zeigt alles in einem.

Die Agentur als Inhaber eintragen, weil das einfacher klingt. Ein Inhaber kann dich entfernen, und sein eigenes Merkmal holt ihn nach jedem Austragen zurück.

Nach dem Einrichten jede Seite einzeln beantragen. Das Kontingent für „Indexierung beantragen“ ist klein und gilt für alle Properties eines Kontos zusammen. Was stattdessen die Dauer bestimmt, steht in Wie lange dauert die Google-Indexierung?.

Die ersten Tage danach#

Wenn die ersten Daten da sind, lohnt sich der Bericht „Seitenindexierung“ zuerst: Er zeigt, welche Seiten fehlen, und nennt einen Grund je Gruppe. Die beiden häufigsten Meldungen, „Gefunden“ und „Gecrawlt – zurzeit nicht indexiert“, bedeuten das Gegenteil voneinander. Was hinter ihnen und zwei weiteren steckt, steht in Warum Google deine Seiten nicht indexiert. Einzelne Adressen schlägt die URL-Prüfung nach, und wie man deren Felder liest, steht in Die URL-Prüfung der Search Console lesen.

Wenn du es nicht selbst machen willst#

In eigener Sache: cyberscale bin ich, Stefan Haun aus Tirol. Der SEO-Check für 390 € beginnt mit genau dieser Einrichtung, falls sie fehlt, und wertet dann Indexierung und Suchanfragen aus. Im Paket „SEO laufend“ überwache ich die Search Console monatlich mit, mit Warnung bei Einbrüchen.

Stand 13.10.2026. Quellen am 05.10.2026 abgerufen, Sitemap-Stand und DNS der eigenen Domain am selben Tag abgefragt.

Quellen (9)

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