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Illustration: Ein Server mit Werkzeugkiste und Sicherungsplatte; daneben eine Waage mit glatten Scheiben auf der einen und einem Klemmbrett mit leeren Zeilen auf der anderen Seite.
WordPress

Was kostet WordPress-Wartung? Preise, Leistungen, Wartungsvertrag

Von · · 8 Min. Lesezeit

WordPress-Wartung kostet bei österreichischen Anbietern zwischen 19,90 € und rund 150 € im Monat, für Shops ab 299 €. Das ist die Spanne auf den Preisseiten von fünf Anbietern aus Wien, Graz, Salzburg, Oberösterreich und Vorarlberg, gelesen am 05.10.2026. Bei deutschen Anbietern beginnt sie bei 9,50 €. Was du für den Betrag bekommst, unterscheidet sich stärker als der Betrag selbst.

Zwei Pakete zum gleichen Preis können völlig verschiedene Dinge versprechen. Das eine sichert einmal im Monat und spielt Updates direkt auf der Live-Seite ein. Das andere sichert täglich auf einen fremden Server, prüft danach Startseite und Formular und nimmt das Update zurück, wenn etwas bricht. Beides heißt „Wartung“. Vergleichen lässt sich nur, was im Vertrag steht.

Was die Anbieter verlangen#

Anbieter (Ort)PaketePreis je MonatUmsatzsteuerSicherungLaufzeit
evario (Oberösterreich)Essential, Business, Premiumab 19,90 €, ab 49,90 €, ab 89,90 €keine Angabemonatlich, wöchentlich, täglichkeine langen Mindestlaufzeiten
MIKAS (Eugendorf, Salzburg)nach Gesprächab 19,90 €keine Angabekeine Angabekeine Angabe
Haddes (Graz)Basis, Pro39 €, 79 €keine, Kleinunternehmerwöchentlich mit 7 Tagen Aufbewahrung, täglich mit 30 Tagenmonatlich kündbar
purin (Bartholomäberg, Vorarlberg)Essentials, Business, Enterprise59 €, 149 €, ab 299 €zuzüglichtäglichmonatlich kündbar
digital workshop (Wien)PRO, Premium79 €, ab 99 €zuzüglichwöchentlich, täglichjederzeit, bei Jahreszahlung mindestens 3 Monate
CMS ADMINS (München)Einsteiger, Standard, Wartungssystem9,50 €, 29 €, 63 bis 131 €zuzüglich 19 %, nur Firmenkundentäglich, letzte 3; 60 Tage; 60 Tage12 Monate; monatlich; monatlich
die mainagentur (Langen, Hessen)Starter, Business, Premium69 €, 109 €, 179 €zuzüglichtäglich, 30, 60 oder 90 Tage12 Monate

Drei Dinge fallen beim Lesen auf, und sie sind wichtiger als die Spalte mit den Preisen.

Netto ist nicht gleich Endpreis. Steht „exkl. MwSt.“ dabei, kommen in Österreich 20 % dazu. Aus 59 € werden 70,80 €, aus 149 € werden 178,80 €. Für eine GmbH mit Vorsteuerabzug ist das egal. Für einen Verein, eine Privatperson oder einen Kleinunternehmer ohne Vorsteuerabzug ist der Bruttobetrag der Preis.

Die Sicherung ist der größte Unterschied innerhalb derselben Preisklasse. Monatlich gesichert heißt: Geht die Seite am 28. kaputt, sind vier Wochen Formulareingänge, Bestellungen und Beiträge weg. Wie lange Sicherungen aufbewahrt werden, nennen nur drei der sieben Anbieter. Das ist die Zahl, die zählt, wenn ein Angriff erst nach zwei Wochen auffällt und alle jüngeren Sicherungen schon befallen sind.

Die billigsten Pakete binden am längsten. Die beiden Angebote mit zwölf Monaten Mindestlaufzeit, darunter das günstigste der Tabelle, kommen aus Deutschland. Beim günstigsten heißt es ausdrücklich, Updates würden direkt im Live-System durchgeführt. Das ist ehrlich, aber es ist genau der Fall, für den man eine Wartung eigentlich abschließt.

Was ein Wartungsvertrag regeln muss#

Die Liste ist das Werkzeug dieses Beitrags. Leg sie neben jedes Angebot, auch neben meines.

  1. Updates: Rhythmus für Kern, Plugins und Themes. Wird vorher gesichert? Wird danach geprüft, und welche Seiten? Was passiert, wenn ein Update etwas bricht? Wie man die Reihenfolge selbst richtig macht, steht in WordPress-Updates.
  2. Sicherung: Wie oft, wohin, wie lange aufbewahrt. Das BSI verlangt im IT-Grundschutz, dass Sicherungen räumlich getrennt von den gesicherten Systemen liegen (CON.3.A12) und dass regelmäßig getestet wird, ob sie sich zurückspielen lassen (CON.3.A15). Frag, wann zuletzt eine Sicherung deiner Seite zurückgespielt wurde.
  3. Überwachung: Was wird beobachtet (Erreichbarkeit, Zertifikat, Domain, Mail-Einträge), und wer bekommt die Warnung.
  4. Reaktionszeit: werktags oder rund um die Uhr, in Stunden oder „so bald wie möglich“. Eine Zahl ohne Uhrzeit dahinter ist keine Zusage.
  5. Arbeitszeit: Sind Änderungen an Inhalten enthalten, wie viele Minuten, und was kostet jede weitere Stunde?
  6. Nach einem Angriff: Ist die Bereinigung enthalten, gedeckelt oder nach Aufwand? Wiederherstellen aus der Sicherung ist nicht dasselbe wie die Lücke finden und schließen. Was alles dazugehört, steht in WordPress gehackt – was tun.
  7. Zugänge und Eigentum: Hosting, Domain und Plugin-Lizenzen laufen auf deinen Namen? Bei einem der Anbieter oben werden mitgelieferte Premium-Plugins mit der Kündigung deaktiviert. Wer wechselt, braucht dann neue Lizenzen.
  8. Kündigung und Übergabe: Frist, Mindestlaufzeit, automatische Verlängerung. Bekommst du am Ende eine vollständige Sicherung, und werden die Werkzeuge des Dienstleisters entfernt?
  9. Datenschutz: Wer mit Administratorzugang an einer Seite mit Kontaktformular, Kundenkonten oder Shop arbeitet, kommt an personenbezogene Daten. Für eine Verarbeitung im Auftrag verlangt Art. 28 DSGVO einen Vertrag mit festgelegten Inhalten. Das ist eine Einordnung, keine Rechtsberatung. Frag ausdrücklich danach.

Was du für 49 € bei mir bekommst#

In eigener Sache: cyberscale bin ich, Stefan Haun aus Tirol, und die WordPress-Wartung kostet 49 € im Monat je Website, als Endpreis und monatlich kündbar. Gegen die Liste oben gelegt:

  • Updates für WordPress, Plugins und Themes, vorher eine frische Sicherung, danach eine Prüfung der Seiten, die zählen: Startseite, Formular, Kasse. Bricht etwas, geht die Seite auf den Stand vor dem Update zurück.
  • Sicherung täglich, Dateien und Datenbank, außerhalb des Servers, an einem Ort, den die Zugangsdaten der Website nicht erreichen. Wie lange die Sicherungen aufbewahrt werden, steht auf der Leistungsseite bisher nicht. Frag danach, auch bei mir.
  • Überwachung von Erreichbarkeit, HTTPS-Zertifikat und DMARC-Eintrag, dazu jede Nacht dieselben Prüfungen, die als kostenlose Werkzeuge im Netz stehen: Security-Scan, Datenschutz-Check, technisches SEO-Audit.
  • Reaktionszeit: keine Stundenzahl. Warnungen landen direkt bei mir, ein Ausfall hat Vorrang vor allem anderen an diesem Tag. Eine Person ist kein Bereitschaftsdienst, und wer eine garantierte Reaktion in Minuten braucht, braucht einen anderen Anbieter.
  • Arbeitszeit: nicht enthalten. Änderungen an Inhalten kosten 60 € pro Stunde, oder es ist die Betreuung für 149 € im Monat mit bis zu zwei Stunden Arbeit.
  • Nach einem Angriff: Die Sicherungen helfen beim Zurückspielen, die Bereinigung selbst rechne ich nach Aufwand ab, 60 € pro Stunde, mit abgesprochenem Rahmen.
  • Zugänge: Hosting, Domain und Lizenzen bleiben auf deinem Namen und laufen über dich weiter.

Wer vorher wissen will, wo die Seite steht, nimmt den Sicherheits-Check für 290 € davor. Wer gar keine Wartung mehr will, ist mit einer statischen Website besser bedient. Die steht auf der Seite Softwareentwicklung, bis fünf Seiten für 1.490 €.

Selbst machen: was es an Zeit kostet#

Illustration: Eine Sicherungsplatte links, durch eine Wand vom Server rechts getrennt; ein grüner Pfeil führt durch eine kleine Tür zurück in den Server.

Wartung ist keine Geheimwissenschaft. Wer die Updates selbst macht, braucht auf einer gewöhnlichen Firmenseite zehn bis fünfzehn Minuten pro Woche, in der Reihenfolge aus WordPress-Updates. Dazu kommen drei Dinge, die gern vergessen werden:

  • Die PHP-Version beim Hoster. Sie ändert sich nicht von selbst, und das Dashboard weist nur darauf hin. Wie man prüft und umstellt, steht in Welche PHP-Version braucht WordPress?.
  • Ein Rücksicherungstest, zum Beispiel einmal im Quartal auf einer Kopie. Eine Sicherung, die nie zurückgespielt wurde, ist eine Vermutung.
  • Die Prüfliste für den Normalbetrieb: Plugins ohne Pflege, überzählige Administratoren, Dateirechte. Sie steht mit Befehlen in WordPress-Sicherheit prüfen.

Ob sich eine Wartung lohnt, ist deshalb weniger eine Geldfrage als eine Terminfrage. Wer die Viertelstunde jede Woche wirklich einplant, braucht keinen Vertrag.

Was nicht hilft#

Das billigste Paket mit zwölf Monaten Laufzeit, weil der Monatspreis klein aussieht. Über die Laufzeit gerechnet ist der Unterschied zum monatlich kündbaren Paket oft kleiner als das, was ein einziger Ausfall ohne taugliche Sicherung kostet.

Automatische Updates einschalten und den Vertrag sparen. Für Sicherheitsversionen des Kerns ist das richtig und bei WordPress ohnehin der Standard. Für Plugins ohne Sicherung und ohne Prüfung danach heißt es: Wenn es bricht, merkt es zuerst ein Kunde.

Ein Sicherheitsplugin statt Wartung. Patchstack zählte für 2025 11.334 neue Lücken im WordPress-Umfeld, 91 % davon in Plugins, und bei 46 % gab es zur Veröffentlichung noch kein Update. Gegen eine Lücke ohne Update hilft nur Deaktivieren und Löschen, und das erledigt kein Scanner von selbst.

Eine Sicherung auf demselben Server. Fällt der Server aus oder wird er übernommen, ist die Sicherung mit ihm weg.

Häufige Fragen#

Was kostet WordPress-Wartung im Monat?

Bei österreichischen Anbietern 19,90 € bis rund 150 € für eine gewöhnliche Website, ab 299 € für Shops, Stand 05.10.2026. Achte darauf, ob der Preis netto oder brutto angegeben ist.

Brauche ich einen Wartungsvertrag?

Nicht, wenn du die Updates jede Woche selbst machst, Sicherungen außerhalb des Servers hast und sie schon einmal zurückgespielt hast. Wenn eines davon fehlt, ist der Vertrag die einfachere Lösung.

Was ist der Unterschied zwischen Wartung und Betreuung?

Wartung hält die Technik aktuell und überwacht sie. Betreuung enthält zusätzlich Arbeit an Inhalten, etwa neue Seiten oder geänderte Texte. Viele Anbieter nennen beides Wartung und packen Änderungsminuten in die größeren Pakete.

Ist die Bereinigung nach einem Hack in der Wartung enthalten?

Selten, und oft steht es gar nicht da. In der Tabelle oben nimmt ein Anbieter die Malware-Bereinigung in sein größeres Paket auf. Ein anderer schließt sie ausdrücklich aus und nennt einen Festpreis: 149 € für die Erstdiagnose, 890 € für eine Bereinigung bis acht Stunden, netto. Bei den übrigen findet sich dazu auf der Preisseite nichts. Genau deshalb steht der Punkt in der Liste.

Stand 15.10.2026. Preisseiten der Anbieter am 05.10.2026 gelesen; Preise ändern sich, maßgeblich ist die jeweilige Seite.

Quellen (6)

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