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Illustration: Illustration: Drei Arbeitsplätze mit leeren Monitoren, verbunden mit einem kleinen Server; davor eine Uhr ohne Ziffern und ein Tablett mit einem Stapel glatter Scheiben.
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Was kostet IT-Betreuung in Österreich? Stundensätze, Pauschalen, Leistungen

Von · · 10 Min. Lesezeit

IT-Betreuung kostet in Österreich bei Dienstleistern, die ihre Preise öffentlich nennen, 75 bis 150 € je Technikerstunde; der Branchenschnitt liegt laut Synaxon-Preisspiegel 2026 bei 131,63 € netto. Laufende Betreuung als Pauschale beginnt bei rund 48 € je Arbeitsplatz und Monat. Das sind die Zahlen von Preislisten, die am 11.10.2026 gelesen wurden, und von einer Branchenumfrage; eine Honorarempfehlung der Wirtschaftskammer gibt es nicht mehr, das verbietet seit 2006 das Kartellgesetz.

Der Stundensatz ist nicht der Preis. Ein Anbieter mit 80 € und Anfahrtspauschale, Mindesteinsatz von einer Stunde und Abrechnung je angefangener halber Stunde kann für eine Viertelstunde Fehlersuche mehr verlangen als einer mit 120 € und Fernwartung im Minutentakt. Wer Angebote vergleicht, vergleicht zuerst die Abrechnungsregeln.

Was österreichische Anbieter verlangen#

Die Tabelle zeigt, was auf den Preisseiten steht, mit Ort und Umsatzsteuer. Wo „keine Angabe“ steht, nennt die Seite nicht, ob netto oder brutto.

Anbieter (Ort)TechnikerstundeTakt, MindesteinsatzAnfahrtUmsatzsteuer
TiroLogic (Innsbruck)130 €Wartung als Pauschalangebotkeine Angabenetto
CB Computerservice (Salzburg)80 € Firmenkunden, 5-Stunden-Paket 320 €15 Minuten, mindestens 30 Minuten45 € Stadt Salzburg, außerhalb 3 € je Minute Fahrzeitnetto (Firmen)
LIWEST (Linz)82,50 € netto, 99 € brutto15 MinutenWegzeit 50 € nettobeides ausgewiesen
IT-Wizard (Linz)90 €; Fernwartung 1,50 € je Minuteje Minute bei Fernwartung20 € Linz, 50 € bis 25 kmkeine Angabe
Computer-Service Grazab 80 €keine Angabe, Wochenende ohne Aufpreiskeine Angabekeine Angabe
First Class Consulting (Groß-Enzersdorf)ab 90 € Support, ab 110 € Installation und Netzwerk, ab 120 € Serverje Stunde oder halbe Stundekeine Angabekeine Angabe
Global Computer Service (Korneuburg)150 €mindestens 15 Minuten0,50 € je kmbrutto
EDV Service Wien18,75 € je Viertelstunde (75 € je Stunde), abends und am Wochenende 22,50 bis 27,50 € je Viertelstundemindestens 2 Stunden je Einsatz25 € in Wien, Express 50 €netto
WRM IT (Wien)121,40 €vor Ort mindestens 1 Stunde, dann 30 Minuten; Fernwartung 15 Minuten60,70 € je Einsatz in Wiennetto
computerambulanz (Wien)120 €je angefangener Viertelstunde72 € in Wien, 96 € bis 20 kmbrutto
Kodlogy (Wien)100 € Fernwartung, 120 € vor Ort; außerhalb der Geschäftszeiten doppeltTelefon 30 € je angefangene 15 Minuten39 € in Wien, 3 € je km darübernetto

Vier Dinge fallen beim Lesen auf.

Netto heißt plus 20 %. § 10 UStG legt den Normalsteuersatz auf 20 % fest. Aus 121,40 € werden 145,68 €, aus 130 € werden 156 €. Betriebe mit Vorsteuerabzug rechnen netto, Vereine, Ordinationen und Kleinunternehmer ohne Vorsteuerabzug brutto. Zwei der Wiener Anbieter sind selbst Kleinunternehmer und weisen gar keine Umsatzsteuer aus; dort ist der genannte Preis der Endpreis.

Der Takt entscheidet über kurze Einsätze. Ein Passwort zurücksetzen dauert fünf Minuten. Im 15-Minuten-Takt kostet das ein Viertel des Stundensatzes, bei einer Mindeststunde das Vierfache davon, bei zwei Stunden Mindesteinsatz vor Ort das Achtfache. Für kleine Betriebe mit vielen kurzen Anliegen ist Fernwartung im Minuten- oder Viertelstundentakt der größere Hebel als zehn Euro beim Stundensatz.

Anfahrt ist in Tirol die unbekannte Zahl. Die Wiener Pauschalen liegen bei 25 bis 72 €. Außerhalb der Städte rechnen Anbieter Kilometer oder Fahrzeit, 0,50 bis 3 € je Kilometer beziehungsweise Minute. Von Innsbruck ins hintere Zillertal sind das 60 Kilometer, einfach. Frag ausdrücklich, ob Fahrzeit als Arbeitszeit zählt.

Zuschläge für Abend und Wochenende reichen von null bis 100 %. Ein Anbieter berechnet außerhalb der Geschäftszeiten den doppelten Satz, einer gar keinen Aufpreis. Wer eine Gastronomie oder ein Hotel betreibt, arbeitet genau dann, wenn Zuschläge gelten.

Der Branchenschnitt: 131,63 € netto in Österreich#

Die einzige laufende Erhebung mit eigener Österreich-Zahl ist der IT-Servicepreisspiegel der Synaxon-Akademie, 2026 mit über 700 IT-Unternehmen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Luxemburg und Italien. Für Österreich nennt er eine Technikerstunde im 1st-Level-Support von durchschnittlich 131,63 € netto, 2,71 € oder 2,64 % mehr als im Jahr davor. Die Ausgabe 2024 hatte mit 750 Teilnehmern aus Deutschland und Österreich erstmals die Marke von 100 € für die Standard-Technikerstunde überschritten (100,44 € netto). Seit 2010 ist die 1st-Level-Stunde laut derselben Erhebung um mehr als 60 % gestiegen.

Der Schnitt liegt damit über den meisten Preislisten oben. Das passt: Wer seine Preise öffentlich nennt, ist eher der kleine Betrieb mit niedrigeren Sätzen; Systemhäuser mit 130 € und mehr nennen den Preis im Angebot.

Die Wirtschaftskammer hilft beim Vergleich nicht. Der Fachverband UBIT hat seine Kalkulationsrichtlinien vor dem Kartellgesetz 2005 widerrufen, weil das Gesetz Honorarempfehlungen von Verbänden verbietet. Die letzte Kalkulationsrichtlinie für Informationstechnologen stammt aus dem Jahr 2003 und nannte 90 € für einen User-Betreuer und 130 € für einen Systemengineer, netto. Sie ist 23 Jahre alt und taugt nur als Anhaltspunkt dafür, dass die Sätze nominell kaum gestiegen sind.

Illustration: Illustration: Eine Waage mit einer Uhr ohne Ziffern auf der einen und einem leeren Kalenderraster auf der anderen Seite; dahinter ein kleiner Server mit grünem Schild.

Pauschalen: was laufende Betreuung kostet#

Für Betriebe mit mehr als einer Handvoll Arbeitsplätzen rechnet sich die Pauschale, weil sie den Anreiz umdreht: Der Dienstleister verdient, wenn nichts kaputtgeht. Belegte Preise aus Österreich sind rar, weil die meisten Anbieter nach Gespräch anbieten.

  • Je Arbeitsplatz: Ein steirischer Anbieter nennt eine IT-Service-Flatrate mit 48 € je Mitarbeiter und Monat netto, monatlich kündbar, mit Helpdesk, Server-Überwachung, Sicherung, Sicherheitsupdates und Wartung der Arbeitsplätze.
  • Je Betrieb: Ein niederösterreichischer Anbieter nennt als Richtwerte für KMU 150 bis 500 € im Monat bei einem bis fünf Mitarbeitern, 500 bis 1.500 € bei fünf bis zwanzig, 1.500 bis 4.000 € bei zwanzig bis fünfzig, ohne Angabe zur Umsatzsteuer. Das sind Richtwerte eines Anbieters, keine Preisliste.
  • Fernwartungs-Abo: Ein Wiener Anbieter nennt 150 € im Monat netto mit zwei Stunden Fernwartung enthalten.

Was eine Pauschale enthalten muss, damit sie den Namen verdient, zeigt die nächste Liste.

Was in einer IT-Betreuung drin sein muss#

Das BSI beschreibt im IT-Grundschutz-Kompendium, was zum ordentlichen IT-Betrieb gehört. Für einen kleinen Betrieb lassen sich daraus sechs Leistungen ableiten, die in jedem Betreuungsvertrag mit Namen und Rhythmus stehen sollten:

  1. Updates für Betriebssysteme, Programme und Geräte, mit festem Rhythmus und Prüfung danach (Baustein OPS.1.1.3 Patch- und Änderungsmanagement).
  2. Sicherung mit Angabe, wie oft, wohin und wie lange aufbewahrt, dazu ein regelmäßiger Rücksicherungstest (CON.3 Datensicherungskonzept, Anforderung A15).
  3. Zugänge und Rechte: wer welche Konten hat, Entzug beim Austritt, Zwei-Faktor-Anmeldung für Verwaltungskonten (ORP.4 Identitäts- und Berechtigungsmanagement).
  4. Protokolle und Überwachung: Was wird beobachtet, wer bekommt die Warnung, und wie lange werden Protokolle aufbewahrt (OPS.1.1.5 Protokollierung).
  5. Vorfälle: Wer ist bei einem Angriff erreichbar, in welcher Zeit, und was kostet die Bereinigung, wenn sie nicht in der Pauschale ist (DER.2.1 Behandlung von Sicherheitsvorfällen).
  6. Notfall: Was passiert, wenn der Server ausfällt oder das Büro brennt, und wann wurde das zuletzt geprobt (DER.4 Notfallmanagement).

Dazu die Vertragsfragen, die bei jeder Pauschale offen bleiben, bis man sie stellt: Reaktionszeit in Stunden statt „so schnell wie möglich“, enthaltene Stunden, Stundensatz für alles darüber, Mindestlaufzeit, Kündigungsfrist, Eigentum an Lizenzen und Zugangsdaten, und ob ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO dabei ist. Wer mit Administratorzugang an Rechnern mit Kundendaten arbeitet, braucht ihn.

Wann du einen IT-Dienstleister brauchst, und wann Wartung reicht#

Viele Anfragen an einen IT-Dienstleister betreffen gar nicht die Rechner im Büro, sondern die Website und die E-Mail-Domain. Das sind getrennte Dinge mit getrennten Preisen.

Wer Arbeitsplätze, Server, Netzwerk und Telefonanlage hat, braucht IT-Betreuung. Geräte brauchen Updates, Sicherungen und jemanden, der am Montagmorgen den Drucker wieder anhängt. Das ist Arbeit vor Ort oder per Fernwartung, nach Stunden oder als Pauschale je Arbeitsplatz.

Wer nur eine Website und ein Postfach beim Hoster hat, braucht Website-Wartung. Updates, Sicherungen und Überwachung einer WordPress-Seite kosten bei österreichischen Anbietern 19,90 bis rund 150 € im Monat; die Tabelle dazu steht in Was kostet WordPress-Wartung?. Für einen Ein-Personen-Betrieb mit Laptop und Cloud-Postfach ist das oft der einzige laufende Posten.

Dazwischen liegt die E-Mail-Domain. Ob SPF, DKIM und DMARC gesetzt sind, prüft der E-Mail-Check kostenlos. Fehlen sie, ist das kein Fall für die Technikerstunde, sondern eine einmalige Einrichtung; wie sie geht, steht in DMARC einrichten.

In eigener Sache: cyberscale bin ich, Stefan Haun aus Tirol, und ich bin kein klassischer IT-Dienstleister. Netzwerke, Firewalls, Telefonanlagen und Bereitschaft rund um die Uhr mache ich nicht. Was ich mache, hat feste Preise: Arbeit nach Stunden kostet 60 €, vorher abgesprochen; WordPress-Wartung kostet 49 € im Monat je Website; die Betreuung mit bis zu zwei Stunden Arbeit am Inhalt 149 € im Monat; ein einmaliger Sicherheits-Check mit Bericht nach Dringlichkeit 290 €. Alles Endpreise, monatlich kündbar, Anfahrt im Zillertal und im Inntal ohne Pauschale.

Was nicht hilft#

Den günstigsten Stundensatz nehmen. Ohne Takt, Mindesteinsatz und Anfahrt ist die Zahl wertlos. Ein Anbieter mit 80 € und zwei Stunden Mindesteinsatz kostet für die Viertelstunde 160 €.

Pauschale ohne Leistungsliste. „IT-Betreuung inklusive“ ohne die sechs Punkte oben ist ein Versprechen, keine Leistung. Fehlt die Sicherung darin, zahlt man sie nach dem Ausfall.

Betreuung mit Reparatur verwechseln. Wer nur anruft, wenn etwas kaputt ist, zahlt den Stundensatz plus Zuschlag plus Ausfallzeit. Die Pauschale ist dann teurer auf dem Papier und billiger in der Summe.

Auf die Honorarempfehlung der Kammer warten. Es gibt keine, und es wird keine geben.

Häufige Fragen#

Was kostet ein IT-Techniker pro Stunde in Österreich?

Bei Anbietern mit öffentlicher Preisliste 75 bis 150 €, im Branchenschnitt 2026 laut Synaxon-Preisspiegel 131,63 € netto. Dazu kommen je nach Anbieter 20 % Umsatzsteuer, Anfahrt und Zuschläge außerhalb der Geschäftszeiten. Stand 11.10.2026.

Was kostet IT-Betreuung im Monat?

Als Pauschale ab rund 48 € je Arbeitsplatz netto bei einem steirischen Anbieter; ein niederösterreichischer Anbieter nennt als Richtwerte 150 bis 500 € im Monat für Betriebe mit bis zu fünf Mitarbeitern und 500 bis 1.500 € für fünf bis zwanzig. Entscheidend ist, was die Pauschale enthält.

Fernwartung oder vor Ort?

Fernwartung ist fast immer günstiger: kein Anfahrtsgeld, kürzerer Takt, oft ein niedrigerer Satz. Vor Ort braucht es für Hardware, Netzwerk und alles, was ohne funktionierenden Rechner nicht geht.

Gibt es eine Honorarempfehlung der WKO für IT-Dienstleistungen?

Nein. Verbandsempfehlungen für Honorare sind seit dem Kartellgesetz 2005 verboten; der Fachverband UBIT hat seine Kalkulationsrichtlinien widerrufen. Die letzte für Informationstechnologen stammt aus 2003.

Brauche ich als Ein-Personen-Betrieb IT-Betreuung?

Mit Laptop, Cloud-Postfach und Website meist nicht als Pauschale. Was dann laufend gepflegt werden muss, ist die Website: Updates, Sicherung, Überwachung. Dafür gibt es Wartungsverträge ab rund 20 € im Monat.

Stand 11.10.2026. Preisseiten der Anbieter an diesem Tag gelesen; Preise ändern sich, maßgeblich ist die jeweilige Seite.

Quellen (7)

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