
Was kostet eine Website in Österreich? Preise, Kalkulation
Eine Website für einen kleinen Betrieb kostet in Österreich meist zwischen 1.500 und 6.000 € netto, je nachdem, wer sie baut und wie viel davon Texte, Fotos und Abstimmung sind. Ein Onepager liegt laut Anbieterangaben bei 800 bis 1.800 €, eine erweiterte Firmenwebsite mit acht bis fünfzehn Seiten bei 3.000 bis 10.000 €. Dazu kommen laufende Kosten von rund 25 bis 100 € im Monat. Stand der Zahlen: Preisseiten österreichischer Anbieter, gelesen am 13.10.2026.
Der Preis einer Website hängt an den Stunden, nicht an der Seitenzahl. Fünf Seiten, deren Texte fertig sind, baut man an wenigen Tagen. Fünf Seiten, für die erst jemand herausfinden muss, was der Betrieb eigentlich anbietet, dauern doppelt so lang. Wer zwei Angebote vergleicht, vergleicht deshalb vor allem, wie viele Stunden der Anbieter für Inhalt und Abstimmung eingeplant hat.
Was Anbieter in Österreich verlangen#
Die Spannen sind breit, weil „Website“ alles meint, vom Onepager bis zum Portal. Was österreichische Anbieter auf ihren eigenen Seiten nennen:
| Quelle (Ort) | Art der Website | Preis | Steuer |
|---|---|---|---|
| Agentur Perner (Mattersburg) | Onepager | 800 bis 1.800 € | netto |
| Agentur Perner | Business-Website, 5 bis 7 Seiten | 1.500 bis 6.000 € | netto |
| Agentur Perner | erweiterte Website, 8 bis 15 Seiten | 3.000 bis 10.000 € | netto |
| exponent (Wiener Neustadt) | einfache Firmenwebsite | 3.000 bis 6.000 € | netto |
| exponent | Landing Page | 1.500 bis 3.000 € | netto |
| exponent | Online-Shop | 8.000 bis 30.000 € | netto |
| DonauBit (Wien) | Freelancer mit WordPress | 1.500 bis 4.000 € | keine Angabe |
| DonauBit | klassische Agentur | 5.000 bis 25.000 € | keine Angabe |
Wer statt einer Spanne einen festen Preis sucht: Eine statische Website bis fünf Seiten gibt es bei cyberscale für 1.490 € Festpreis, mit offener Kalkulation, Website und SEO zusammen ab 1.790 €. Das ist in eigener Sache, und der Rechenweg steht weiter unten.
Webdesigner-Preise: Stundensatz oder Festpreis#
Hinter jedem Pauschalpreis steht eine Stundenrechnung. Die Sätze, die österreichische Anbieter selbst nennen:
| Anbieter | Stundensatz | Quelle |
|---|---|---|
| Freelancer | 60 bis 100 € netto | exponent, Februar 2026 |
| kleine Agentur (2 bis 10 Leute) | 90 bis 140 € netto | exponent |
| mittlere Agentur (10 bis 50 Leute) | 120 bis 180 € netto | exponent |
| große Agentur (über 50 Leute) | 150 bis 250 € netto | exponent |
| Webdienstleister in Österreich allgemein | 80 bis 150 € | DonauBit, Februar 2026 |
| Wiener Agenturen | 120 bis 180 € | DonauBit |
Daraus lässt sich jedes Angebot zurückrechnen. 25 Stunden kosten bei 60 € 1.500 €, bei 120 € 3.000 €, bei 200 € 5.000 €. Dieselbe Website kann also das Dreifache kosten, ohne dass einer der Anbieter unseriös ist; er hat nur andere Fixkosten.
Festpreis heißt nicht, dass niemand Stunden zählt, sondern dass der Anbieter das Risiko trägt. Dauert es länger, zahlt er drauf. Damit das funktioniert, muss der Umfang vorher schriftlich feststehen: wie viele Seiten, wer die Texte liefert, wie viele Korrekturschleifen, was ausdrücklich nicht dazugehört. Steht das nicht im Angebot, ist ein Festpreis nur ein Startpreis.
Abrechnung nach Stunden ist dagegen ehrlich, wenn noch niemand weiß, was gebaut wird. Dann sollte das Angebot eine Obergrenze nennen und einen Zwischenstand, ab dem du neu entscheidest.
Wohin die Stunden gehen#
Die Technik ist bei einer kleinen Website selten der größte Posten. Die Stunden verteilen sich auf sieben Arbeiten, und jede kann ein Projekt verteuern:
- Klären, was die Seite leisten soll. Wer soll sie lesen, was soll danach passieren: Anruf, Anfrage, Buchung? Ein Gespräch, wenn der Betrieb das weiß; drei, wenn nicht.
- Texte. Eine burgenländische Agentur schreibt auf ihrer Preisseite, der häufigste Grund für ein teureres Projekt seien fehlende Inhalte. Eine Salzburger Agentur nennt für Texte 100 bis 300 € je Seite zusätzlich.
- Fotos. Eigene Bilder aus Werkstatt oder Betrieb sind besser als Bildagentur und kosten trotzdem Zeit: aussuchen, zuschneiden, verkleinern, damit die Seite am Handy schnell lädt.
- Gestaltung und Bau. Bei einer Vorlage wenig, bei einem eigenen Entwurf mehr. Hier liegen die meisten Unterschiede zwischen Baukasten, WordPress-Theme und individueller Seite.
- Technik und Recht. HTTPS, Impressum nach § 5 ECG, Datenschutzerklärung, Schriften lokal statt von Google-Servern, ein Formular, das wirklich ankommt. Wie viel davon auf österreichischen Seiten fehlt, zeigen die Zahlen in Google Fonts lokal einbinden.
- Umzug von der alten Seite. Jede alte Adresse, die bei Google steht, braucht eine Weiterleitung. Das ist bei einer alten Seite mit vielen Unterseiten eine Arbeit von Stunden; was dabei schiefgeht, steht in Website überarbeiten lassen oder Relaunch.
- Abnahme und Übergabe. Am Handy prüfen, Zugänge übergeben, erklären, wie man Öffnungszeiten selbst ändert.
Die laufenden Kosten#
Eine Website kostet nach dem Start weiter Geld. Die Agentur Perner nennt für Hosting und Domain rund 100 bis 300 € im Jahr, für WordPress-Wartung 200 bis 600 €, für Plugin-Lizenzen rund 100 €, zusammen rund 25 bis 100 € im Monat. Exponent nennt für eine .at-Domain 15 bis 25 € im Jahr und für Managed Hosting 20 bis 100 € im Monat.
Ein Baukasten wie Wix kostet laut DonauBit anfangs nichts und danach 15 bis 50 € im Monat. Über drei Jahre sind das 540 bis 1.800 €, und die Seite läuft nur, solange die Gebühr bezahlt wird. Das ist kein Argument gegen den Baukasten, sondern eines dafür, die Kosten über drei Jahre zu rechnen statt über den ersten Monat.
Bei WordPress hängt der größte Teil der laufenden Kosten an Updates: Kern, Plugins, Theme und PHP-Version. Was ein Wartungsvertrag dafür kosten darf und was drin sein muss, steht in Was kostet WordPress-Wartung?, was IT-Betreuung insgesamt kostet, in Was kostet IT-Betreuung in Österreich?. Eine statisch gebaute Seite braucht diese Updates nicht, weil auf dem Server nichts läuft, was veralten kann.
Netto, brutto und Kleinunternehmer#
Fast alle Preisseiten nennen Nettopreise. Für einen Betrieb mit Vorsteuerabzug ist das gleichgültig, für Vereine, Ärztinnen und Ärzte oder Kleinunternehmer nicht: Auf netto kommen 20 % Umsatzsteuer, der Normalsatz nach § 10 Abs. 1 UStG. Aus 3.000 € netto werden 3.600 €.
Steht auf einem Angebot weder netto noch brutto, lohnt die Nachfrage, bevor man zwei Angebote nebeneinanderlegt.
Günstig eine Website erstellen lassen: wo es geht und wo nicht#
Sparen lässt sich an den Stunden, nicht an der Sorgfalt.
- Texte und Fotos selbst liefern. Stichworte reichen oft, wenn sie stimmen. Das spart den größten Posten.
- Weniger Seiten, die mehr sagen. Fünf gute Seiten schlagen fünfzehn, die alle dasselbe sagen.
- Statisch statt CMS, wenn sich selten etwas ändert. Ändern sich Preise und Öffnungszeiten ein paarmal im Jahr, fallen Updates und Wartung weg. Woran sich die Wahl entscheidet, zeigt der Vergleich statische Seite, WordPress und Web-App.
- Eine Vorlage statt eines eigenen Entwurfs. Für Handwerk, Praxis oder Pension reicht eine saubere Vorlage fast immer; was sie zeigen muss, steht in Website für Handwerker.
Nicht sparen sollte man an HTTPS, an einem vollständigen Impressum, an Weiterleitungen von der alten Seite und daran, dass die Domain auf den eigenen Namen läuft. Wer die Domain besitzt, zeigt Wem gehört eine Website?.
Was nicht hilft#
Angebote nach dem Einstiegspreis vergleichen. Ein Angebot über 990 €, bei dem Texte, Umzug und Formular extra kosten, ist teurer als eines über 1.500 €, in dem alles steht.
„SEO inklusive“ ohne Umfang. Gemeint ist oft nur ein Titel je Seite. Ob die Seite gefunden wird, entscheiden Inhalt, Google-Unternehmensprofil und Verweise, und das ist Arbeit, die im Angebot als eigener Posten stehen sollte.
Die alte Seite abschalten, bevor die neue steht. Jeder Tag mit 404 auf Adressen, die Anfragen bringen, kostet mehr als die Website selbst.
Den Wartungsvertrag weglassen, ohne die Updates zu klären. Eine WordPress-Seite ohne Pflege ist nach einem Jahr ein Sicherheitsproblem, keine Ersparnis.
In eigener Sache: der Festpreis und wie er zustande kommt#
cyberscale bin ich, Stefan Haun aus Tirol. Die Website bis fünf Seiten kostet bei mir 1.490 € als Endpreis, inklusive aller Abgaben. Beim Stundensatz von 60 €, den ich für alles über ein Paket hinaus verrechne, sind das knapp 25 Stunden. Darin stecken Gespräch, Bau, Texte überarbeiten (nicht von null schreiben), Umzug mit Weiterleitungen und Übergabe. Was nicht drin ist, steht vorher auf einem Blatt.
Website und SEO gibt es im Paket: Start 1.790 € statt einzeln 1.980 € (Website 1.490 € plus Google-Unternehmensprofil und Verzeichnisse 490 €), Wachstum 3.190 € und Komplett 5.990 €. Die Stückliste der drei Pakete steht unter Website + SEO im Paket, die Seite für Betriebe im Tal und in Tirol unter Webdesign in Tirol. Danach gibt es Betreuung für 149 € im Monat, monatlich kündbar.
Häufige Fragen#
Was kostet eine einfache Website in Österreich?
Für einen Onepager nennen österreichische Anbieter 800 bis 1.800 €, für eine Business-Website mit fünf bis sieben Seiten 1.500 bis 6.000 €, jeweils netto. Freelancer liegen mit WordPress bei 1.500 bis 4.000 €, klassische Agenturen beginnen bei 5.000 €. Stand 13.10.2026.
Was verlangt ein Webdesigner pro Stunde?
Freelancer nennen 60 bis 100 €, kleine Agenturen 90 bis 140 €, große Agenturen 150 bis 250 € netto. In Wien liegen Agenturen laut einer Wiener Preisübersicht bei 120 bis 180 €.
Welche laufenden Kosten hat eine Website?
Hosting und Domain rund 100 bis 300 € im Jahr, bei WordPress dazu Wartung und Lizenzen. Zusammen nennt eine österreichische Agentur rund 25 bis 100 € im Monat. Eine .at-Domain allein kostet 15 bis 25 € im Jahr.
Ist ein Baukasten billiger als eine Website vom Webdesigner?
Am Anfang ja, über die Jahre nicht unbedingt. Ein Baukasten kostet laut Anbieterangaben 15 bis 50 € im Monat, über drei Jahre also 540 bis 1.800 €. Dafür baut man selbst, und die Seite läuft nur, solange die Gebühr bezahlt wird.
Sind Website-Preise netto oder brutto?
Fast alle Preisseiten nennen netto. Auf netto kommen 20 % Umsatzsteuer; für Betriebe ohne Vorsteuerabzug ist der Bruttopreis der, der zählt.
Stand 13.10.2026. Preisseiten der genannten Anbieter an diesem Tag gelesen; Preise ändern sich, maßgeblich ist die jeweilige Seite. Keine Steuer- oder Rechtsberatung.
Quellen (7)
- Agentur Perner, Website-Kosten Österreich (Stand der Seite 21.04.2026, abgerufen 13.10.2026): Onepager 800 bis 1.800 €, Business-Website 5 bis 7 Seiten 1.500 bis 6.000 €, erweiterte Website 3.000 bis 10.000 €, laufende Kosten, „Der häufigste Grund, warum ein Projekt teurer wird als erwartet, sind fehlende Inhalte“, alles netto
- exponent, Was kostet eine Website in Österreich 2026 (aktualisiert Februar 2026, abgerufen 13.10.2026): Website-Arten, Stundensätze nach Anbietergröße, Domain und Hosting, „exklusive USt.“
- DonauBit, Webdesign-Kosten Österreich (aktualisiert 21.02.2026, abgerufen 13.10.2026): Stundensätze Österreich und Wien, Baukasten, Freelancer, Agentur
- wedodesign, Website erstellen Kosten (Salzburg, abgerufen 13.10.2026): „Professionelle Texte vom Texter kosten zwischen 100 und 300 Euro pro Seite.“
- § 10 UStG 1994, Normalsteuersatz 20 %
- § 5 ECG, allgemeine Informationspflichten
- Leistungen und Preise von cyberscale: Webentwicklung und Kombipakete, Webdesign in Tirol, Stand 13.10.2026
Weiterlesen
Kommentare
Gespeichert werden nur dein Name und dein Text — keine E-Mail-Adresse, keine IP-Adresse, kein Cookie. Jeder Kommentar wird vor der Veröffentlichung gelesen; das dauert meist einen Tag. Näheres in der Datenschutzerklärung.