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Illustration: Eine Stecknadel auf einer Kartenkachel; daneben eine Profilkarte mit Ladenumriss und grünem Prüfsiegel, davor ein Umschlag.
Marketing

Google-Unternehmensprofil erstellen und bestätigen

Von · · 4 Min. Lesezeit Zuletzt aktualisiert am

Bevor du ein Profil anlegst, such in Google Maps nach dem Namen deines Betriebs und der Stadt. Für viele Betriebe gibt es schon einen Eintrag, den niemand aus dem Betrieb angelegt hat, und ein zweites Profil ist der falsche Weg: Google sieht ein Profil je Unternehmen vor und warnt vor Problemen in der Darstellung, wenn es zwei gibt (Richtlinien für die Präsentation).

Drei Fälle gibt es. Kein Eintrag: Du legst ihn unter business.google.com/add neu an (Hilfe). Ein Eintrag ohne Bestätigung: Im Profil steht „Inhaberschaft für dieses Unternehmen geltend machen“, darüber geht es direkt in die Bestätigung. Ein Eintrag, der jemand anderem gehört, etwa einer früheren Agentur: Du beantragst die Inhaberschaft über „Zugriff anfordern“; der bisherige Inhaber hat drei Tage Zeit zu antworten, danach kannst du über die Bestätigungsmail selbst Anspruch erheben, wobei Google dazuschreibt, dass diese Option nicht immer verfügbar ist (Inhaberschaft beantragen).

Illustration: Drei Stecknadeln auf Kartenkacheln: die erste ohne Karte, die zweite mit leerer Karte, die dritte mit Karte und Schloss.

Wer ein Profil bekommt#

Google verlangt, dass während der angegebenen Geschäftszeiten persönlicher Kundenkontakt stattfindet oder möglich ist (Richtlinien zur Berechtigung). Berechtigt sind Betriebe mit einem Standort, den Kunden besuchen, und Betriebe, die ihre Leistung beim Kunden erbringen: der Installateur, die mobile Fußpflege, der Hausmeisterservice. Beides lässt sich kombinieren.

Nicht berechtigt sind unter anderem Unternehmen, die ausschließlich online tätig sind, Agenturen zur Lead-Generierung, Postfächer und Briefkästen an entfernten Standorten, virtuelle Büros ohne tatsächlichen Betrieb sowie Ferienwohnungen, Musterhäuser und andere Immobilien, die vermietet oder verkauft werden. Ein Büro in einem Co-Working-Space ist erlaubt, wenn es beschildert ist, während der Öffnungszeiten eigene Mitarbeiter vor Ort sind und dort Kunden empfangen werden. Wer seine Adresse im Profil zeigt, braucht dort eine ganzjährige, feste Beschilderung mit dem Namen des Betriebs.

Die Angaben#

Du brauchst ein Google-Konto; eine Gmail-Adresse muss es nicht sein.

Name. Den Namen, der auch auf Schild, Website und Briefpapier steht. Nicht erlaubt sind Werbesprüche, Öffnungszeiten, Telefonnummern, Website-Adressen, angehängte Leistungen („Kfz-Werkstatt“) und Standortangaben. Rechtsformzusätze wie „GmbH“ nur, wenn sie belegbar zum Namen gehören. Verstöße können zur Sperrung führen.

Kategorien. So wenige wie möglich. Die Richtlinie formuliert den Test so: Es zählt, was dein Betrieb ist, nicht was er hat. Allgemeinere Kategorien ergänzt Google selbst; wer „Golfresort“ wählt, bekommt „Resorthotel“, „Hotel“ und „Golfplatz“ dazu.

Adresse oder Einzugsgebiet. Empfängst du Kunden, gibst du die Adresse an. Arbeitest du beim Kunden, legst du ein Einzugsgebiet fest und blendest die Adresse aus; Google nennt als Beispiel einen Klempner, der von zu Hause aus arbeitet. Das Einzugsgebiet sollte etwa zwei Autostunden nicht überschreiten. Wer beides angibt, muss am Standort während der Geschäftszeiten Personal haben.

Telefonnummer und Website. Eine Nummer, unter der der Standort direkt erreichbar ist, möglichst örtlich statt Hotline; keine Sonderrufnummern, keine Weiterleitungsnummern, keine Website-Adressen, die nur auf eine andere Seite weiterleiten.

Illustration: Eine Profilkarte mit Telefonhörer und Globus; vom Globus führt eine gerade Linie ohne Umweg zu einem Browserfenster.

Die Bestätigung#

Welche Methode du bekommst, entscheidet Google anhand von Art des Betriebs, öffentlich verfügbaren Informationen, Region und Öffnungszeiten (Unternehmen bestätigen). Ändern lässt sich die Auswahl nicht, manchmal sind mehrere Methoden nötig, und wird Video angeboten, empfiehlt Google es.

MethodeWas du brauchstWorauf es ankommt
Telefon oder SMSZugriff auf die geschäftliche Nummerkein Sprachdialogsystem
E-MailZugriff auf die angezeigte Adresse
Live-VideoanrufGerät mit Kamera, Anwesenheit im Betriebnur während der Öffnungszeiten
VideoaufzeichnungAufnahme nach Googles Anleitungbei Ablehnung erscheint „Probleme ansehen“
Postkartekorrekte Postanschriftfünfstelliger Code, 30 Tage gültig

Beim Videoanruf zeigst du, wo du bist (Straßenschilder, Nachbarbetriebe), was dein Betrieb ist (Produkte, Geräte mit Logo, Werkzeug) und dass du ihn leitest (Zugang zu Kasse, Lager oder Küche, Aufschließen mit dem eigenen Schlüssel). Bei der Postkarte kommen die meisten Codes laut Google innerhalb von 14 Tagen an; in dieser Zeit darfst du Name, Adresse und Kategorie nicht ändern, sonst funktioniert der Code nicht, und ein neu angeforderter Code macht den alten ungültig.

Nach dem Abschluss prüft Google die Angaben, laut Hilfe bis zu fünf Arbeitstage. Sofort bestätigt werden Profile manchmal, wenn die Website des Betriebs bereits in der Search Console bestätigt ist.

Den Bestätigungscode gibst du niemandem weiter, auch nicht einer Agentur, die das Profil verwaltet; Google fragt nie danach. Und die Agentur sollte das Profil nicht als Inhaber anlegen: Die Richtlinien sehen vor, dass der Geschäftsinhaber ein eigenes Konto hat, die Inhaberschaft dort liegt und Dienstleister als Administratoren hinzugefügt werden. Bevollmächtigte müssen die Inhaberschaft auf Verlangen übertragen, aber wer sie nicht abgibt, muss das nie einfordern.

Offizielle Anleitung von Google: was bei der Video-Bestätigung des Unternehmensprofils ins Bild muss. Video: Google Business Profile · 1:48 Min. · EnglischErst beim Abspielen lädt das Video von YouTube (Google, erweiterter Datenschutzmodus) – dabei geht deine IP-Adresse an Google. Mehr dazu

Danach#

Verwaltet wird das Profil über die Google-Suche: Eine Suche nach „mein Unternehmen“ öffnet es, wenn du angemeldet bist. Welche Änderungen sofort sichtbar sind und welche in die Prüfung gehen, steht in Google-Unternehmensprofil bearbeiten. Die Angaben im Profil sollten zu denen auf deiner Website passen: derselbe Name, dieselbe Adresse, dieselbe Telefonnummer. Ob die Website technisch sauber dasteht, zeigt das SEO-Audit.

Stand 03.10.2026. Quellen an diesem Tag abgerufen.

Quellen (5)

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